Baumpflanz-Challenge

Die Uedemer Pfadfinder wurden für eine besondere Aktion ausgewählt: Sie erhielten die Nominierung, einen Baum zu pflanzen. Da die Pfadfinder jedoch über kein eigenes Grundstück verfügen, haben sie sich an mich gewandt und angefragt, ob sie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Blühpaten einen Baum an der Bienenweide pflanzen dürfen.

Nach Absprache wurde entschieden, dass eine frühe Pflaumensorte auf dem Gelände gepflanzt wird. Der Standort wurde sorgfältig ausgewählt – der Baum wurde gegenüber dem Bienenhotel aufgestellt. Damit tragen die Pfadfinder aktiv zur Förderung der Biodiversität und zur Verschönerung der Bienenweide bei.

Schilfradspinne

Die Schilfradspinne baut ihr Radnetz am liebsten zwischen stabilen Grashalmen, an niedrigem Buschwerk oder im dichten Schilf. Thypisch ist der am Netzrand angelegte, dicht gewebte Schlupfwinkel mit zumeist nach unten gerichteter Öffnung, der der Spinne tagsüber als geschützter Rückzugsort dient. Während der Nacht nutzt sie das Netz aktiv zur Beutefangaktivität und Fortbewegung.

Während der Paarungszeit im Frühjahr und Herbst hält sich das Männchen regelmäßig in unmittelbarer Nähe zum Netz des Weibchens auf und teilt häufig über einen längeren Zeitraum den Schlupfwinkel mit diesem. Die Eiablage findet ebenfalls in diesem geschützten Bereich statt. Die Kokons werden dort befestigt und vom Weibchen sorgfältig bewacht, um einen effektiven Schutz der Nachkommen sicherzustellen.

Jakobskreuzkraut

Eine interessante Beobachtung konnte ich beim Jakobskreuzkraut machen: Im Juni wurden einige Pflanzen von den Raupen des Blütbärs bis auf die Stängel abgefressen. Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, dass diese Pflanzen damit vollständig zerstört wären, trieben einigen Pflanzen wieder aus. Ich werde die betroffenen Stellen und Pflanzen weiterhin beobachten, um festzustellen, wie sich diese im kommenden Jahr entwickeln.

Blüht

Auch wenn die Bienenweide in dieser Jahreszeit auf den ersten Blick verblüht aussieht, lohnt sich doch ein genauerer zweiter Blick, um noch einiges zu entdecken. Oft wirken die Pflanzen nach dem Hauptblühen kahl und leblos, doch bei näherer Betrachtung zeigen sich immer wieder kleine Blütenreste oder Samenstände, die nicht nur dem aufmerksamen Beobachter ins Auge fallen, sondern auch für verschiedene Insekten weiterhin eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Gerade in den weniger farbenfrohen Monaten kann ein sorgfältiges Hinsehen also offenbaren, dass die Bienenweide auch jetzt noch Leben beherbergt und einen wertvollen Beitrag zur ökologischen Vielfalt leistet.

v.l.n.r.: oben: Inkarnatklee, weiße Lichtnelke, Ringelblume

v.l.n.r.: Mitte: Wegwarte, Blut-Wederich, Magerite

v.l.n.r.: unten: Klatschmohn, Johanniskraut, Wiesen-Flockenblume

Verblüht

Der überwiegende Teil der Fläche hat seinen Höhepunkt längst überschritten und ist verblüht.

Trotzdem bietet die Bienenweide auch im Zustand der Verblühung noch interessante Entdeckungen. Selbst in den abgestorbenen Pflanzen lassen sich Details erkennen, die einen genaueren Blick lohnen.

v.l.n.r. oben: Bienenweide Übersicht, große Karde, gemeine Schafgarbe

v.l.n.r. unten: Wiesenflockenblume, Färberdistel, Fenchel

Was sonst noch kreucht und fleucht

v.l.n.r. oben: Ackerhummel, gemeine Zierwanze, Feuerwanzen

v.l.n.r. Mitte: Feldheuschrecke, grünes Heupferd, Wespenspinne

v.l.n.r. unten: Möhrenzünsler Raupe, Ampfereule Raupe, Winden-Federmotte (Schlehengeistchen)