Rückblick auf das siebte Jahr der Blühpatenschaften

Das siebte Jahr des Projekts Blühpatenschaften

Das „verflixte“ siebte Jahr ist nun vergangen, seitdem ich das Projekt Blühpatenschaften ins Leben gerufen habe. In dieser Zeit ist viel geschehen und die Unterstützung vieler engagierter Gleichgesinnte hat maßgeblich zum Erfolg des Projekts beigetragen.

Vorbereitungen und Aktionen rund um Karneval

Wie in jedem Jahr vor Karneval wurden mit Hilfe verschiedener Gruppen große Mengen an Wurfmaterial für die Karnevalsvereine abgepackt. Dieses Jahr konnten wir stolze 260 kg Bienenweiden-Saatgut in über 17.000 kleine Tüten verpacken und den karnevalistischen Vereinen als umweltfreundliches Wurfmaterial zur Verfügung stellen.

Pflegemaßnahmen und Neuanpflanzung

Ende März begann die erste Pflegemaßnahme auf der Bienenweide. Dabei wurde der abgestorbene Bestand teilweise abgemulcht. Im April folgte eine längere Trockenperiode, die ich für die mechanische Unkrautbekämpfung nutzte. Diese Maßnahme gehörte neben dem Pflügen zur Vorbereitung der Neuansaat auf Flächen, auf denen bereits seit vier bis fünf Jahren eine Bienenweide wächst und die Blühpflanzen langsam an Triebkraft verlieren. Ende April kam dann endlich der ersehnte Regen, der einen guten Feldaufgang der Neuansaat ermöglichte.

Lebendige Vielfalt am Insektenhotel

Im Mai herrschte Hochbetrieb am Insektenhotel. Die Mauerbienen begannen mit ihrem Nestbau und nach und nach folgten Grabwespen, Scherenbienen und Löcherbienen. Ebenso waren deren natürliche parasitäre Gegenspieler wie Keulenwespe, Schlupfwespe und Goldwespe zu beobachten.

Erfolgreicher Blühpatentag und Projektvorstellung

Anfang Juni fand der Blühpatentag statt, zu dem gut 40 wissbegierige Paten kamen. Mit der Unterstützung von Sebastian Wantia vom Naturschutzzentrum im Kreis Kleve gab es einen interessanten Austausch über sein Projekt „Lebendige Kindheitswiesen“.

Beobachtungen und Führungen

Ein besonders spannender Aspekt in diesem Jahr war die Möglichkeit, den Blutbär-Schmetterling in allen seinen Entwicklungsstadien zu beobachten. Der Blutbär ist als natürlicher Gegenspieler des giftigen Jakobskreuzkrautes bekannt und spielt eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht der Bienenweide. Die Beobachtung seines Lebenszyklus – von der Raupe bis zum ausgewachsenen Falter – war faszinierend und hat erneut gezeigt, wie wertvoll die Artenvielfalt auf der Bienenweide ist.

Ein ganz besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war für mich das große Interesse, das verschiedene Gruppen an der Bienenweide zeigten. Es war mir eine Freude, zahlreichen Interessierten im Rahmen von Führungen und Vorträgen die Bienenweide näherzubringen und meine bisherigen Eindrücke und Erfahrungen zu teilen. Besonders schön war, dass sich die Besuchergruppen sehr vielfältig zusammensetzten: Sowohl Auszubildende als auch Senioren, Landfrauen wie auch Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das Projekt zu informieren. Das große Interesse und die lebhaften Nachfragen haben mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig und bereichernd der Austausch rund um die Blühpatenschaften ist.

Baumpflanzaktion und technische Experimente

Im September haben die Pfadfinder als Nominierte der Baumpflanz-Challenge einen Pflaumenbaum an der Bienenweide gepflanzt. Dieser soll zukünftig Besucher zum Naschen einladen, wenn sie eine kleine Pause dort machen.

Im April habe ich auf der Bienenweide eine Zeitraffer-Kamera aufgestellt, um den Wachstumsverlauf festzuhalten. Das Ergebnis war meiner Meinung nach nicht optimal, daher werde ich es zu Beginn der Wachstumsphase 2026 erneut versuchen.

Hier geht es zum Zeitraffer-Video: https://www.youtube.com/watch?v=5XYwLiXAixs

Ausblick

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und ein spannendes Bienenweide-Jahr 2026!